Glutenfreie Modeneser Crescentine (oder Tigelle)
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Crescentine sind eine besondere Brotsorte aus dem modenischen Apennin, zubereitet aus einem Teig mit Mehl, Schmalz, Hefe und Wasser.
Früher wurden Crescentine zwischen speziellen Scheiben aus Terrakotta oder feuerfestem Stein gebacken, die passenderweise „Tigelle“ genannt wurden – daher der heutige Name dieses typischen emilianischen Brotes. Heute werden sie dagegen in speziellen dafür vorgesehenen Platten gebacken.
Mit den Crescentine verbinde ich eine ganz besondere Erinnerung: Mein Großvater, der aus Verica stammte, einem kleinen Ort im modenischen Apennin, hing sehr an dieser besonderen Brotsorte. Und wehe, jemand nannte sie „Tigelle“ (die, wie bereits erwähnt, SEHR HARTE Scheiben aus Terrakotta oder Stein waren, auf denen die Crescentine gebacken wurden)!
Wenn jemand in unserer Familie sie so nannte, begann er zu brummeln und sagte: „Ich würde euch wirklich gerne einmal eine TIGELLA essen sehen!“

Schwierigkeitsgrad: mittel
Zubereitungszeit: 10 Min. + 1 Stunde Gehzeit.
Backzeit: 5–10 Minuten.
ZUTATEN (für 6–7 Personen, etwa 85 Crescentine)
⋆ 850 g glutenfreies Mehl (Ich komme mit der Brotmischung Nutrifree sehr gut zurecht)
⋆ 560 ml Wasser
⋆ Ein Würfel frische Hefe
⋆ Ein Esslöffel Schmalz
⋆ Salz nach Bedarf

ZUBEREITUNG
Nehmen Sie eine große Schüssel und lösen Sie die Hefe zusammen mit einem Teelöffel Zucker im Wasser auf (alternativ können Sie auch Honig verwenden, wenn Sie möchten); das unterstützt den Gärvorgang.
Geben Sie anschließend nach und nach das Mehl dazu und verrühren Sie alles mit einem Löffel, damit sich das Wasser gut mit dem Mehl verbindet.
Zum Schluss müssen Sie nur noch den Esslöffel Schmalz und das Salz hinzufügen.
Sobald die Masse einigermaßen gleichmäßig ist, geben Sie sie auf eine Arbeitsfläche und kneten Sie sie mit den Händen, bis ein schön glatter Teigball entsteht.
Lassen Sie den Teig anschließend etwa eine Stunde lang in einer mit Frischhaltefolie oder einem feuchten Tuch abgedeckten Schüssel ruhen.
Nach der Gehzeit stellen Sie die Tigelle-Platte (eine elektrische Platte ist ebenfalls geeignet) bei niedriger Hitze auf den Herd.
In der Zwischenzeit rollen Sie den Teig aus und stechen etwa einen halben Zentimeter dicke Scheiben aus (Sie können dafür eine Ausstechform oder ein Glas verwenden). Legen Sie sie auf ein trockenes Tuch oder ein Blatt Küchenpapier.
WICHTIG! Denken Sie beim Ausstechen der Tigelle daran, die Platte von Zeit zu Zeit zu wenden, da sie sich sonst nur auf einer Seite zu stark erhitzt und die Tigelle dadurch verbrennen könnten.
Zum Schluss backen Sie die Crescentine und nehmen sie heraus, sobald sie schön goldbraun sind!
Hier in Modena essen wir sie mit verschiedenen Wurstwaren: luftgetrocknetem Schinken, Salami, Ciccioli, Mortadella ...
Der typische Belag ist jedoch das Bergmannsschmalz, das hier in Modena „cunza“ oder „counza“ genannt wird und aus mit Knoblauch und Rosmarin aromatisiertem Schmalz und Salz zubereitet wird ... Mein Großvater bereitete es von Hand zu!
Natürlich lecker. Natürlich glutenfrei!
Verfasst von chiaramentesenza.com